Weltgebetstag 2014 - Marienpfarre - MARIENPFARRE

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Weltgebetstag 2014 - Marienpfarre

Veranstaltungen

Ökumenischer Weltgebetstag 2014

Diesmal hatte der Begriff Ökumene tatsächlich Berechtigung, waren doch mehr verschiedene religiöse Gruppen zusammengekommen als ich bisher erlebt habe. Zu den Frauen und Männern der evangelischen und katholischen Kirchen des 17. und 18 Bezirks, hatten sich Vertreter der schwedischen Gemeinde, der Baptistengemeinde und eine erfreulich große junge Schar von koptischen Christen eingefunden. Auch die Zahl 100 + aller Anwesenden und Mitfeiernden gab zu Freude Anlass. Das Thema, das die ägyptischen Frauen gefunden hatten war bedeutsam und groß.

Ströme in der Wüste

Vroni Sterba gab einmal den ersten Impuls. Ägypten, ein Land mit 85 Millionen Einwohnern, lebt zum größten Teil vom Wasser. Alles, was wichtig war und was wichtig ist, ist beim Nil angesiedelt. Die Wirtschaft, die Städte und die Zeugen einer großartigen Kultur. Momentan liegt das Land in Geburtswehen, der arabische Frühling, der so hoffnungsvoll begonnen hatte und von allen Bevölkerungsschichten am Tharirplatz gemeinsam angedacht wurde – vor allem von den Frauen – ist wieder verdorrt, weil die Ströme lebendigen Wasser wieder im Sand religiösen Fanatismus versickert sind.
Die Zukunft Ägyptens braucht Solidarität, unsere Gebete, unsere Gedanken und unsere Hilfe. Der Geist, der in dem Saal der Marienpfarre spürbar war, machte Hoffnung auf eine bessere, friedvolle und gerechte Zukunft.
Erfreulich war das Mittun beim Wortgottesdienst, wo der schwedische Kantor die Orgel schlug, die Kopten-Jugend den Einzug von „ägyptischen“ Frauen singend begleitete und ein Singkreis die Lieder des Begleitheftes unterstützte. Die vielfache Verteilung der Texte und Gebete auf einen großen Teil der Anwesenden war ein schönes Zeichen lebendiger Liturgie: auch so kann man das Zusammenfließen von kleineren Bächen zu einem größeren Fluss empfinden. Und nehmen wir das von allen gebetete „Vaterunser“, wo durch das Hände-reichen dieses Wort Ökumene spürbar wurde, als Auftrag zur Vertiefung unserer Gemeinschaft.
Wasser ist die Metapher, die in allen Weltreligionen als Lebensspender und notwendig für Gedeihen und Wachsen angesehen wird. Diese gemeinsame Sicht aller Religionen auf das Wasser hat Roger Wüst in seiner Meditation auf die gesamte Menschheit projiziert. Hans Küng sagt:

Kein Überleben der Welt ohne Weltfrieden
Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden
Kein Religionsfrieden ohne Religionsdialog

Beten wir, dass die Ströme in der Wüste nicht versiegen und die Verheißungen Jesajas nach einem blühenden Land Wirklichkeit werden, in dem die Menschen in Frieden und Freiheit das Wasser „trinken“ können, das zur sprudelnden Quelle wird und das ewige Leben schenkt.
Die Kollekte von 1.000.- € geht an die Caritas Salzburg für die Schulbildung der Mädchen aus dem Hagana Slum.
Lassen sie mich Dank sagen an die Hauptverantwortliche Frau Renate Prokop – es mögen sich bitte alle, die mitgetan haben, in diesen Dank hineingenommen fühlen.                                                                                           HR

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